Maisernte


Am 7. September 2022 hatte ich mich für Malerarbeiten am Vereinsheim mit Peter getroffen, nach getaner Arbeit wollte ich noch eine kleine Runde Fliegen. Es wehte recht wenig Wind an diesem Tag und der dichte Nebel des Vormittags waberte auch am Abend noch in der Luft, die Sicht war nicht besonders gut. Die Bildverarbeitungssoftware GIMP sorgte jedoch für sehr brauchbare Ergebnisse.

Bald nach dem Start überflog ich das Maisfeld an der Dülmener Friedensallee. Wunderschöne spätsommerliche oder frühherbstliche Farben sah ich allerorten, herrlich lagen die Felder mit dem reifen Mais unter mir.


Der Sommer geht, es wird herbstlich. Die Tage werden wieder merklich kürzer und die Sonne steht nicht mehr so hoch am Himmel. Dafür wird das Abendlicht rötlicher und schöner. Jetzt ist die Zeit für wunderbare Photos. Über Hiddingsel photographierte ich die St.-Georg-Kirche.


An vielen Stellen stand der Mais noch, an einigen Stellen war er schon abgeerntet und ab und zu konnte ich den Ernteprozess aus der Luft beobachten. An den Stellen, an denen der Mais aber noch stand, waren schöne Farben zu sehen. Lange wird der Mais auf diesem Feld auch nicht mehr bleiben, er ist reif!


Einmal konnte ich das Einfahren der Ernte aus der Luft beobachten. Wird hier gerade eine Maiskornsilage aus Feuchtmais erstellt? Oder wird hier die gehäckselte Pflanze als Ganzes siliert? Es scheint, als wäre hier die ganze Familie an der Arbeit beteiligt.


An mehreren Stellen konnte ich der Maisernte zuschauen. Ich erinnere mich daran, dass in meiner Kindheit die Maiskolben in offenen Drahtzaunsilos getrocknet wurden. Allerdings war Mais früher keine Ackerpflanze, die viel angebaut wurde.


Über Lüdinghausen konnte ich die von Wasserlinsen umspülte Burg Lüdinghausen photopgaphieren.


Auch am Dortmund-Ems-Kanal waren immer wieder kleine Maisfelder zu sehen.

In Deutschland wird der Mais nur als Tierfutter oder zur Erzeugung von Strom in Biogasanlagen angebaut.


Die St.-Mariä-Himmelfahrt-Kirche in Appelhülsen gehört zu den schwer photographierbaren Kirchen in der Region um den Flugplatz EDLB. Sie steht umgeben von hohen Bäumen und ist in belaubten Zeiten quasi unsichtbar. Ich habe sie mit diesem Photo brauchbar getroffen.


Bei Nottuln liegt die St.-Martinus-Kapelle, die ich am 9. März d.J. schon einmal überflogen hatte. Der Dachschaden scheint inzwischen repariert zu sein. Die Regenbogenfahne ist sicher gehisst, um sich weiter von Rom zu distanzieren.


Und über Buldern konnte ich noch die St.-Pankratius-Kirche ablichten. Mit dem heiligen Pankratius muss ich mich demnächst einmal näher auseinander setzen.


Weiter ging mein Flug über Maisfelder. Hier sind die Maispflanzen noch recht grün, wahrscheinlich wird es hier auch eine Siloernte geben.


Andere Maisfelder waren reifer. Als Kinder hatten wir uns ab und zu Maiskolben von den Feldern geholt, den Mais für die Haustiere (Hamster und Mäuse) „abgedreht“, von den leeren Koblen die unteren fünf Zentimeter abgeschnitten und ausgehölt, seitlich ein Loch rein gebohrt und ein Schilfrohr hineingesteckt. Das waren dann die optimalen Tom-Sawyer-Maiskolbenpfeifen, die wir natürlich auch mit irgendwelchen Pflanzen befüllten und anzündeten. Ich erinnere mich noch an diese Maiskolbenpfeifen, ich erinnere mich aber auch noch an heftige Hustenanfälle...


Auch südlich des Benediktinerinnenkloster Maria Hamicolt steht ein Maisfeld, das auf dem nebenstehenden Photo ganz unten im Bild noch erahnt werden kann.

Nach einer Flugzeit von weit über einer Stunde landete ich wieder. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass die Software aus den Photoergebnissen des Fluges noch derart viel herausholen würde...